Die Schulpflege Zumikon steht - zusamen mit allen Schulgemeinden unseres Kantons - vor grossen Herausforderungen. Turbulenzen fanden in den letzten zwei Jahren nicht nur in Zumikon statt und den Begriff "Schulstreit" traf man in verschiedenen Gemeinden an. Offenbar ist die Umsetzung des neuen Volksschulgesetzes eine veritable Kraftprobe für beinahe jede Schulgemeinde.
Es ist offensichtlich, dass vor allem eine Herausforderung Mühe bereitet, nämlich die der neuen Rollen: Schulpfleger, Schulleiter, Lehrer und Eltern übernehmen im neuen System unserer Volksschule veränderte Rollen: Die Schulpflege muss sich in einer Mischposition aus "Verwaltungsrat" und "Lehrerbegleiter" zurechtfinden, die neu geschaffene Funktion des Schulleiters muss sich erst noch etablieren ("CEO"?, primus inter pares? oder "Generalsekretär"?) und auch die Eltern müssen ihre Rolle als aktiv Mitwirkende neu finden und definieren.
Dieses Zurechtfinden muss rasch geschehen und bedingt einen klaren Führungswillen der politischen Leitung, lies der Schulpflege: Mit der Diskussion der freien Schulwahl geraten die Volksschulen über kurz oder lang in eine Konkurrenzsituation. Dies ist nicht a priori schlecht, erzeugt aber Druck, den sich Milizgremien in der Regel nicht gewohnt sind.
Die Schule Zumikon ist in den letzten Jahren konsequent den Weg in Richtung geleitete Schule gegangen und hat das oben beschriebene Rollenverständnis eingeführt und lebt es heute. Wir sind davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass die eingeführten Änderungen zugunsten einer hervorragenden Schule Zumikon sind.